04. September 2017

DAK fordert: Gesundheitserziehung gehört in Lehrpläne

Basierend auf Erkenntnissen des ersten „Präventionsradars“ in Schulen fordert Kassen­chef Andreas Storm, Gesundheit und Ernährung in die Lehrpläne an Schulen zu verankern. Dies entspricht auch der Beschlusslage des jüngsten Ärztetages im Mai. Das Präven­tions­radar ist eine langfristig angelegte Studie mit 6900 Schülern der Klassen 5 bis 10 in sechs Bundesländern und 44 Schulen. Die ersten Ergebnisse: zwölf Prozent der Schüler sind übergewichtig, fast ein Viertel der Schüler ernährt sich mindestens mehrmals pro Woche mit Fastfood, sieben Prozent sogar täglich. 27 Prozent der Schüler frühstücken überhaupt nicht. Nur 17 Prozent der Schüler bewegen sich mehr als eine Stunde am Tag. Fehl­er­näh­rung und Bewegungsmangel, so Studienleiter Professor Reiner Hanewinkel (Uni Kiel) führten nachweislich zu somatischen und psychischen Beschwerden. Ein Viertel der Kinder leidet jede Woche unter Kopfschmerzen, 21 Prozent unter Rückenschmerzen. Die Studie ist so angelegt, dass über den Zeitablauf die Wirksamkeit von präventiven Inter­ven­tionen gemessen werden kann.