15. Januar 2018

Scharfe Kritik aus dem BMG an Arbeit der Terminservicestellen

Eine Überprüfung der Servicequalität von Terminservicestellen durch die Mitarbeiter der Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Ingrid Fischbach, hat Schwächen zutage gefördert. Sieben Terminservicestellen seien bei zwei von drei Testanrufen im Laufe des Dezembers während der Öffnungszeiten nicht erreichbar gewesen. Teils gab es nur Bandansagen, teils wurde die Verbindung in der Warteschleife beendet, bevor es zu einem Kontakt kam. Mängel wurden festgestellt bei den KVen Berlin, Sachsen-Anhalt, Thüringen Nordrhein, Hessen, Bremen und Westfalen-Lippe. Alle anderen Terminservicestellen seien gut erreichbar gewesen, Mitarbeiter seien als freundlich und hilfreich wahrgenommen worden. Die beanstandeten KVen wurden von der Patientenbeauftragten aufgefordert, ihr Konzept zu überarbeiten.

Die KBV geht davon aus, das 2017 rund 190.000 Termine durch die Terminservicestel­len vermittelt werden, das sind 70.000 mehr als im Vorjahr. Ursächlich dafür sei die neue Vermittlung für psychotherapeutische Behandlungen ab April. Allein 40 Prozent der Vermittlungen betreffen die Psychotherapie.