10. April 2018

Apotheker sehen beträchtlichen Missbrauch von Arzneimitteln

Die Arzneimittelkommission der deutschen Apothekerschaft hat eindringlich vor den Risiken eines Fehlgebrauchs von rezeptpflichtigen Arzneimitteln gewarnt. Grund­lage ist eine Umfrage im Auftrag der Bundesapothekerkammer, wie Verbraucher ver­schrei­bungspflichtige Arzneimittel verwenden. Danach haben 17 Prozent der Deutschen zwischen 16 und 70 Jahren solche Arzneimittel ohne medizinische Notwen­digkeit zur Steigerung ihres Wohlbefindens eingenommen. Weitere 26 Prozent halten dies zumindest für erwägenswert. Wichtigste Gründe für den nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von Medikamenten sind: um die Stimmung zu verbessern oder Angst und Nervosität zu reduzieren (13 Prozent), um geistig leistungsfähiger zu sein (drei Prozent; aber 22 Prozent halten das für erwägenswert).