10. April 2018

Reform der Notfallversorgung wird zum Streitpunkt

Als Folge des Krankenhausstrukturgesetzes der letzten Legislaturperiode hat der Gemein­same Bundesausschuss den Auftrag erhalten, ein System der gestuften statio­nä­ren Notfallversorgung in Krankenhäusern zu entwickeln. Das wiederum hat auch indirekt präjudizierende Wirkung für die geplante Neuordnung der ambu­lan­ten Notfallfallversorgung in Integrierten Notfallzentren an Kliniken. In der zwei­ten Aprilhälfte wird das Berliner IGES-Institut ein Gutachten vorlegen, das eine Simu­la­tion zur Erreichbarkeit von stationären Notfallstrukturen in Abhängigkeit von den daran teilnehmenden Krankenhäusern ermöglicht. Nach Plänen des G-BA, dessen Vorsitzender Josef Hecken bekanntermaßen eine starke Präformierung der unzu­länglichen Länderkrankenhausplanung durch zentrale qualitative Anfor­de­run­gen durch den Bundesausschuss betreiben will, sollen in allen drei Stufen Fach­ärzte für Innere Medizin, Chirurgie und Anästhesie innerhalb von 30 Minuten verfüg­bar sein. Bei der Bundesärztekammer ist man dagegen der Auffassung, dass die Mehr­zahl der an der Notfallversorgung teilnehmenden Kliniken eine solche Vorgabe nicht erfüllen kann.