08. Januar 2019

Telemedizin bleibt in der Praxis eine Rarität

Die seit dem 1. April 2016 geschaffenen telemedizinischen Leistungen im Ein­heit­li­chen Bewertungsmaßstab bleiben eine Rarität. Dies geht aus dem Bericht des Bewertungsausschusses zum Stand telemedizinischer Anwendung in der ver­trags­ärzt­lichen Versorgung hervor. So wurden im vierten Quartal 2017 4083 tele­medi­zini­sche Kontrollen von Kardiovertern nach den EBM-Numern 13574 und 13576 abge­rech­net – der Anteil telemedizinischer Kontrollen an der Gesamtheit aller Kon­trollen erreicht danach gerade 1,4 Prozent. Die über den Zuschlag 01450 abzu­rech­nende Videosprechstunde wurde im zweiten Quartal 2017 sechsmal erbracht, im vierten Quartal in 349 Fällen. Eine stärkere Nutzung erhoffe man sich durch die Modi­fika­tion des Fernbehandlungsverbots im ärztlichen Berufsrecht.