05. Februar 2019

Karliczek und Spahn rufen „Dekade gegen den Krebs“ aus

Ergänzend zum Nationalen Krebsplan, der sich auf die Weiterentwicklung der medi­zi­nischen Versorgung von Krebskranken konzentriert, haben das Bundes­for­schungs- und Bundesgesundheitsministerium mit der „Nationalen Dekade gegen den Krebs“ ein neues Forschungsprogramm initiert. Mit beteiligt sind das Deutsche Krebs­for­schungs­zentrum (DKFZ) in Heidelberg und die Deutsche Krebshilfe, die die Pro­jekte aus Spenden mitfinanziert.

Das Ziel ist, Grundlagen- und klinische Forschung stärker zu verzahnen, um den medizinischen Fortschritt zu beschleunigen. Neben den Tumorzentren in Hei­del­berg und Dresden sollen acht weitere Zentren entstehen. Ferner werden mit mehr als 60 Mil­lio­nen Euro praxisverändernde klinische Studien gefördert werden. Sie sollen Ärz­ten Erkenntnisse über die für ihre Patienten am besten geeignete The­ra­pie­kon­zepte liefern.

Heftige Kritik von Krebsspezialisten löste unterdessen eine Äußerung von Bun­des­ge­sund­heits­minister Jens Spahn aus, der Krebs könne in 10 bis 20 Jahren besiegt werden. Onkologen halten allerdings signifikante Fortschritte im Kampf gegen Krebs für möglich.