08. April 2019

Bundesbank sieht Finanzengpässe in der GKV

Vor dem Hintergrund eingetrübter Konjunkturprognosen erwartet die Deut­sche Bun­des­bank laut ihrem Monatsbericht für März am Jahresende ein Defizit im Gesund­heits­fonds. Ursächlich dafür seien auch Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds an den Inno­va­tions- und Strukturfonds in Höhe von 800 Millionen Euro, die vom Schät­zer­kreis im Herbst nicht berücksichtigt worden sind. Dazu addieren sich 500 Mil­lio­nen Euro, die die GKV an den Ausgleichsfonds der Pflegeversicherung zur Finan­zie­rung zusätz­li­cher Pflegestellen in der Altenpflege zahlen muss. Leistungs­aus­wei­tun­gen hält die Bundesbank kurzfristig noch für finanzierbar, die absehbare demo­grafi­sche Ent­wick­lung werde aber Beitragssatzerhöhungen notwendig machen.