06. August 2019

Sozialkassen bauen Reserven aus – aber Negativzinsen belasten

Die gesamte Sozialversicherung verfügte am Jahresende 2018 über liquide Mittel von 72,1 Milliarden Euro, 6,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Auf dem relativ größ­ten Finanz­pols­ter sitzt die gesetzliche Krankenversicherung inklusive Gesund­heits­fonds mit 31,1 Milliarden Euro, wie das Bundesversicherungsamt berichtet. Diese Liqui­ditäts­mit­tel dürfen aber nur nach eng umgrenzten gesetzlichen Vorgaben angelegt werden, die entweder nur minimalen Ertrag oder sogar Negativzinsen abwer­fen. So wird der Gesundheitsfonds mit fünf Millionen Euro jährlich belastet, die an Banken abge­führt werden müssen. Bei der Rentenversicherung sind es sogar 54 Millionen Euro. Die Krankenkassen selbst sind davon nicht betroffen.