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IMPLICONplus 09 2012:
Qualitätswettbewerb durch Selektivverträge - Ist der Traum zu Ende bevor er begann? - von Andreas Meusch

Textauszug:
Ernüchterung: Das ist die Bilanz von einem viertel Jahrhundert selektiven Kontrahierens in der gesetzlichen Krankenversicherung. Angefangen hatte es mit den Seehoferschen Neuordnungsgesetzen. Diese hatten 1997 mit dem § 63 SGB V die Möglichkeit für die einzelnen Krankenkassen geschaffen, Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Versorgung durchzuführen. Ziel war es, den Qualitätswettbewerb zu stimulieren und die Grenzen der Leistungssektoren zu überwinden. Inzwischen sind nicht nur die Möglichkeiten des § 63 SGB V weiter gefasst, es gibt eine ganze Reihe von gesetzlichen Bestimmungen, die das selektive Kontrahieren befördern sollen: • die hausarztzentrierte Versorgung (§ 73b SGB V), • die besondere ambulante ärztliche Versorgung (§ 73c SGB V), • die integrierten Versorgungsformen (§ 140a-d SGB V) sowie • formal auch die strukturierten Behandlungsprogramme (§ 137f-g SGB V), die de facto aber überwiegend von allen Krankenkassen gemeinsam und einheitlich umgesetzt werden.

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