<< zurück zur Übersicht


IMPLICONplus 01 2011:
Versorgungslandschaft im Umbruch - Das AMNOG und seine Folgen - von Jürgen Bausch

Textauszug:
Das am 1. Januar 2011 in Kraft getretene Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) wird die Arzneimittellandschaft in Deutschland Schritt für Schritt mit neuen Konturen versehen und das Ende einer Ära einleiten, in der der pharmazeutische Hersteller für seine patentgeschützten Produkte ungehindert Preise festlegen konnte, von denen er glaubte, sie erfolgreich im Markt umsetzen zu können. Fast alle anderen europäischen Länder haben bereits längst mit unterschiedlichen Regelungsmechanismen in die freie Arzneimittelpreisbildung eingegriffen. In aller Regel dadurch, dass die hohen deutschen Preise – Referenz-Preisland BRD für Europa und Kanada – nach unten festgesetzt wurden. Das AMNOG soll eine lange, kostenträchtige Phase beenden, in der die gesetzlichen Krankenkassen Jahr für Jahr 5% mehr an Arzneimittelausgaben zu verkraften hatten, als durch staatliche Zuschüsse und Beitragseinnahmen generiert werden konnte. Um 2.0 Mrd. Euro sollen die gesetzlichen Kassen und um 200.0 Mio. Euro die privaten Krankenkassen und die Beihilfestellen durch das AMNOG entlastet werden. Ein ehrgeiziges Unterfangen, das auf keinen Fall geruch- und geräuschlos umzusetzen sein wird.

Dieses PDF steht registrierten Abonnenten zum Download zur Verfügung.