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IMPLICONplus 09 2011:
Perspektiven der Gesundheitswirtschaft in Deutschland - von Axel Olaf Kern

Textauszug:
Die Gesundheits- und Pflegewirtschaft wird inzwischen als Wachstumsbranche angesehen. Bereits heute absehbare Versorgungsangebote der Zukunft bieten weitreichende Möglichkeiten, Krankheiten und Beschwerden erfolgreich zu behandeln. Wie können diese Möglichkeiten finanziert werden und von wem? Allerdings sind gegenwärtige Marktprognosen zumeist lineare Hochrechnungen. So wird die Finanzierung der Nachfrage bei allgemein anerkannten Gesundheitsleistungen aus gesellschaftlich bereitgestellten Mitteln erfolgen. Genießen Leistungen nicht diesen Grad gesellschaftlicher Akzeptanz, so wird der einzelne Bürger zunehmend wählen müssen. Jedoch sind auf dem privaten Gesundheitsmarkt neben den Preisen für Gesundheitsleistungen und den Preisen für anderer Konsumgüter individuelle Zahlungsbereitschaft und Zahlungsfähigkeit von entscheidender Bedeutung. Und hier wird aus der Sozialepidemiologie und der Verteilung der Einkommen und Vermögen deutlich, dass diejenigen Menschen, welche über geringe finanzielle Mittel verfügen, den höchsten Bedarf an Gesundheitsleistungen aufweisen. Da diese Menschen nicht am privaten Gesundheitsmarkt selbst kaufen können, muss ein Grundsicherungskatalog (Elementar+) detailliert entwickelt werden, um den Wachstumsmarkt Gesundheit und Pflege bei gleichzeitiger Sicherung der Versorgung der Bevölkerung Rechnung zu tragen.

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