<< zurück zur Übersicht


IMPLICONplus 02 2010:
Die zukünftige Finanzierung des deutschen Gesundheitswesens - Grundvoraussetzungen einer dauerhaften Gesundheitsreform von Peter Oberender und Andreas Götz

Textauszug:
Das deutsche Gesundheitswesen befindet sich in einer „Finanzkrise“. Die Leistungsausgaben nehmen, auf Grund des demographischen Wandels und der Möglichkeiten des medizinischen Fortschritts, stetig zu. Zeitgleich nimmt die Anzahl der Beitragszahler ab. Der existierenden Finanzierungslücke versucht die Politik seit Jahren durch „Kostendämpfungsgesetze“ zu begegnen. Aktuell wird die Einführung einer Kopfpauschale diskutiert. Doch auch diese Finanzierungsform wird die bestehenden Probleme im Gesundheitswesen nicht lösen können. Zukünftige Reformen müssen weiter gehen. Gesetzliche Krankenkassen müssen privatisiert werden, um mit den privaten Krankenkassen in Wettbewerb treten zu können. Die Beiträge müssen risikoäquivalent und im Kapitaldeckungsverfahren erhoben werden. Ergänzend ist eine Reformierung des Leistungskatalogs vorzunehmen. Eine solidarische Finanzierung kann zukünftig nur für bestimmte Regelleistungen gewährleistet werden. Für ergänzende Zusatzleistungen muss die Möglichkeit einer Zusatzversicherung bestehen. Die Kosten für einige, ausgewählte Gesundheitsleistungen sind aber vollständig durch den Patienten zu tragen. Weitere Reformen, mit dem Ziel mehr Wettbewerb einzuführen, sind auch auf Ebene der Leistungserbringer nötig. Ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem ist nur durch Privatisierung, mehr Wettbewerb und Eigenverantwortung möglich.

Dieses PDF steht registrierten Abonnenten zum Download zur Verfügung.