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IMPLICONplus 05 2010:
Zur künftigen Finanzierung der onkologischen Arzneimittelversorgung – von Eberhard Wille

Textauszug:
Drohende Finanzierungsprobleme Zu den erfolgreichen Fortschritten der Krebstherapie in den letzten Jahrzehnten trugen neue innovative onkologische Arzneimittel zu einem wesentlichen Teil bei. Diese im Sinne der betreffenden Patienten wünschenswerte Entwicklung ging allerdings mit erheblichen Kostensteigerungen und damit Ausgabenbelastungen für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einher. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und angesichts der Schwere der Krankheit in Verbindung mit ethischen Aspekten einer Rationierung bildet die Onkologie für Unternehmen ein attraktives und bevorzugtes Gebiet der Arzneimittelforschung. So fließen im Bereich der biomedizinischen Forschung ca. 40 % der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) in die onkologische Arzneimitteltherapie (vgl. Cutler, D. M. 2008, S. 22). Von den in den nächsten Jahren anstehenden Arzneimittelinnovationen dürfte nahezu ein Drittel auf onkologische Medikamente entfallen. Diese Forschungsdynamik lässt für die betroffenen Patienten zwar eine verbesserte Lebenserwartung und/oder -qualität erhoffen, aber auch für die GKV erhebliche Ausgabensteigerungen erwarten.

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