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IMPLICONplus 03 2008:
Zunehmende Privatisierung von Krankenhäusern in Deutschland - von Günter Neubauer und Andreas Beivers

Textauszug:
Der deutsche Krankenhausmarkt befindet sich in einem Strukturwandel erheblichen Ausmaßes. So ist die Zahl der Krankenhäuser von 1990 bis 2006 um ca. 14% zurückgegangen. Eine ähnliche Entwicklung ist auch bei der Zahl der Krankenhausbetten (Rückgang um ca. 25%) und der Verweildauer (Rückgang um ca. 44%) zu beobachten. Spiegelbildlich zu dem Abbau der Krankenhauskapazitäten ist es jedoch in dem gleichen Zeitraum zu einem stetigen Anstieg der vollstationär behandelten Fälle gekommen (ca. 22%) – ein deutliches Zeichen für eine Effizienzsteigerung. Dabei wirkt die seit dem Jahre 2000 schrittweise eingeführte Diagnosebezogene Fallpauschalenvergütung in Krankenhäusern, auch DRGs genannt, als Accelerator der Entwicklung. Die Ökonomisierung des Gesundheitswesens – und somit auch des Krankenhausmarktes – macht sich seit Beginn der 90er Jahre verstärkt in einer Veränderung der Eigentümerstruktur der Krankenhäuser bemerkbar. So ist die Verschiebung der Anteile an der Versorgung aller Krankenhauspatienten von öffentlichen und freigemeinnützigen hin zu privaten Krankenhausträgern Ausdruck des sich verändernden Marktes...

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