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IMPLICONplus 01 2006:
Die Reformen in der Schweiz und den Niederlanden von Helmut Laschet

Textauszug:
Die Finanzierung des Gesundheitswesens in Deutschland ist krank. Kostendämpfungsgesetze in hektischem Rhythmus bringen immer weniger Ertrag und können den anhaltenden Trend zum Defizit kaum aufhalten. Das Kernproblem der Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen sind die ausschließlich an Arbeitseinkommen und Renten gebundenen Beiträge. Zur Diskussion standen in Deutschland bislang zwei Modelle: die Bürgerversicherung für alle, deren Beitragsbasis alle Einkunftsarten sein sollten, einerseits (SPD) und andererseits das Gesundheitsprämien-Modell der Union, in dem die Versicherten einen einkommensunabhängigen, aber teils vom Staat bezuschussten Einheitsbeitrag zu zahlen hätten. Gegenwärtig ringt die Koalition um ein Kompromissmodell. Umso interessanter sind auf den ersten Blick weitreichende Finanzierungsreformen in den deutschen Nachbarländern Schweiz und Holland, die ihr Krankenversicherungssystem auf neue Grundlagen gestellt haben: die Schweiz mit einem reinen Prämienmodell, die Niederlande mit einer Mischung aus einkommensabhängigen Beiträgen und einer kleinen Kopfpauschale...

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