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IMPLICONplus 01 2005:
Medizinische Versorgungszentren – Chancen, Risiken und Hürden von Manfred Albring

Textauszug:
Medizinische Versorgungszentren (MVZ) gehören zu den strukturellen Reformelementen des Gesundheitssystem-Modernisierungsgesetzes (GMG). Klug geworden aus der schlechten Erfahrung mit der Gesundheitsreform 2000, in dessen Folge sich die Integrierte Versorgung als nicht realisierbar erwiesen hatte, legte der Gesetzgeber die organisatorischen Hürden für neue Versorgungsformen mit dem GMG 2004 deutlich niedriger. Dies gilt auch für die Medizinischen Versorgungszentren, an die von vornherein – scheinbar – keine großen Anforderungen gestellt werden. 15 Monate nach Inkrafttreten des GMG, also am 31. März 2005, existierten 126 MVZ in Deutschland, allein im ersten Quartal dieses Jahres stieg ihre Zahl sprunghaft um 56. Allerdings: Mit durchschnittlich etwas mehr als drei Ärzten je MVZ bleiben ihre Komplexität und das Ausmaß an Interdisziplinarität noch äußerst gering – das Ziel einer wirklich koordinierten Medizin aus einer Hand und unter einem Dach bleibt noch in weiter Ferne. Dafür zeigen sich regulatorische Probleme, die vor allem aus der vertragsärztlichen Bedarfsplanung, aus dem Berufsrecht und einer tradierten Rechtsprechung resultieren. Eine neue Dauerbaustelle im Gesundheitswesen ist entstanden...

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