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IMPLICON 05 2012:
Auf dem Weg zur Kooperation - Positionierung des Ärztetages zu innovativen Versorgungsformen

Textauszug:
Neue Freiheiten für die Ärzte hinsichtlich ihrer Berufsausübungsmöglichkeiten auch in kooperativen Versorgungsformen waren der Bundesärztekammer noch vor sechs Jahren suspekt; anders als die Kassenärztliche Bundesvereinigung lehnte sie das Vertragsarztrechts-Änderungsgesetz ab. In den vergangenen Jahren hat sich die Gesamtvertretung der Ärzteschaft allerdings neu positioniert: 2010 und in diesem Jahr nahm der Deutsche Ärztetag eine positive Beurteilung der Chancen kooperativer Versorgungsformen vor. Er trägt damit der tatsächlichen Entwicklung Rechnung: der seit mehreren Jahren abnehmenden Bedeutung der Einzelpraxen, der Bildung von Gemeinschaften in vielfältigen Formen und nicht zuletzt dem Bedürfnis des ärztlichen Nachwuchses, wirtschaftliche Risiken des Freiberuflerstatus zu vermeiden, die Option zu haben, als angestellter Arzt zu arbeiten, und schließlich Familie und Beruf besser in Einklang zu bringen. Nicht zuletzt anerkennt der Ärztetag auch, dass interdisziplinäre und sektorenübergreifende Kooperationen Versorgungsqualität und –effizienz verbessern können. Grundsätzlich soll dabei gelten, dass alle denkbaren Kooperationen frei von Fremdeinflüssen, insbesondere auch frei von Einflüssen der Krankenkassen bleiben sollen.

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