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IMPLICON 04 2012:
Was nützt die Förderung der Allgemeinmedizin?

Textauszug:
Eine qualifizierte primärmedizinische Versorgung gilt nach heute gefestigter Auffassung von Gesundheitsökonomen unter medizinisch-qualitativen und unter Effizienzgesichtspunkten zum Rückgrat der Medizin für eine alternde Gesellschaft. Im Unterschied zu anderen Ländern – Großbritannien, Skandinavien oder die Niederlande – ist die Allgemeinmedizin als eigenständige medizinische Disziplin in Deutschland allerdings über Jahrzehnte vernachlässigt worden. Das gilt sowohl hinsichtlich ihres Stellenwertes an Universitäten als auch in der Patientenversorgung. So nimmt der Anteil der Fachärzte unter den Vertragsärzten seit Jahrzehnten zu, der Anteil der Hausärzte sinkt. Seit 1993 sinkt auch absolut die Zahl der in der hausärztlichen Versorgung tätigen Ärzte. Darauf ist inzwischen politisch reagiert worden: Die Allgemeinmedizin an den Universitäten wird institutionalisiert und ausgebaut, die Weiterbildung wird systematisch mit erheblichen Geldmitteln gefördert, der Weiterbildungsgang wird besser und qualifizierter organisiert und in Kooperation mit Universitäten inhaltlich und didaktisch aufgewertet. Angesichts eines erwarteten Mangels an Ärzten vor allem in ländlichen Regionen sind Krankenkassen, Kommunen und Länder sensibilisiert und haben Förderprogramme entwickelt. Der gegenwärtige Entwicklungsstand, der im folgenden skizziert werden soll, berechtigt daher nicht mehr nur zu Pessimismus.

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