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IMPLICON 01 2014:
Die Qualitätsoffensive der Großen Koalition

Textauszug:
Mit dem gesundheitspolitischen Teil des Koalitionsvertrages haben Union und SPD eine Offensive für mehr Qualität in der medizinischen Versorgung eröffnet. Qualität soll als weiteres Kriterium für Entscheidungen in der Krankenhausplanung dienen. Überdurchschnittliche wie auch unterdurchschnittliche Qualität sollen sich in der Vergütung von Krankenhausleistungen niederschlagen. Neben dem bestehenden Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen soll ein weiteres Qualitätsinstitut errichtet werden. Die Frage bleibt einstweilen offen, wie sich diese Pläne in bereits existierende Qualitätssicherungsprogramme vor allem des Gemeinsamen Bundesausschusses einpassen lassen. Nicht berücksichtigt sind in den Absichten der Großen Koalition die Ergebnisse des strukturierten Dialogs auf der Basis der Qualitätsberichte der Krankenhäuser. Und wenige Erkenntnisse liegen darüber vor, ob und inwieweit Patienten und einweisende Ärzte die bereits vorliegenden Qualitätsberichte nutzen und auf Basis dieser Informationen über die Wahl eines Krankenhauses rational entscheiden. Oder ob das Bemühen um Transparenz bislang aufgrund der Komplexität der Materie eher gescheitert ist.

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