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IMPLICON 04 2014:
Der überschätzte Nutzen der Früherkennung – Eine kritische Bilanz der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie

Textauszug:
Prävention, Vorsorge, Krankheitsfrüherkennung – all dies sind medial und ge­sund­heits­politisch positiv besetzte Begriffe. Doch entgegen weit verbreiteten positiven Attitüden in der Bevölkerung, aber auch bei gesund­heits­politischen Entschei­dungs­trägern sieht die Realität anders aus, insbesondere hinsichtlich der Wirksamkeit der Krebs­präven­tiongs­programme, die Leistungs­bestandteil der gesetzlichen Kranken­versicherung sind. Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) hat eine kritische Bestands­aufnahme vorgelegt und kommt zu einem ernüchternden Fazit: Die etablierten Screening-Programme haben bestenfalls minimalen Einfluss auf die jeweilige Krebs­morta­lität und sind nicht geeignet, die Gesamt­morta­lität zu senken. Gefordert werden eine Nutzen­bewertung, ein transparentes System der Qualitäts­sicherung und eine stärkere Fokus­sierung auf Risiko­gruppen. Und: „Die Diskussion über die Krebs­früher­kennung muss entemotio­nalisiert, entideolo­gisiert und zurück auf die Ebene der Evidenz-basierten Medizin geführt werden.“

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