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IMPLICON 09 2014:
Was nützt die Nutzenbewertung? Eine Bilanz im Arzneimittel-Atlas und Arzneiverordnungs-Report

Textauszug:
Welchen Einfluss hat die frühe Nutzenbewertung auf die Verordnung neuer Arzneimittel? Sind Positivbewertungen ein Garant für Absatzerfolg, und ist die Nutzen­bewertung geeignet, die Spreu vom Weizen zu trennen? Sowohl der Arznei­mittel-Atlas 2014 als auch der wenige Tage später publizierte Arz­neiver­ord­nungs-Report 2014 versuchen darauf – mit unterschiedlichem methodischen Ansatz – eine vorläufige Antwort zu finden. Die Autoren des Atlas (Bertram Häussler, Ariane Höer und Elke Hempel vom Berliner IGES-Institut) kommen zu dem Schluss, dass ein beträchtlicher Zusatz­nutzen nicht unbedingt ein Garant für eine rasche Markt­durch­dringung ist, der Vor­ordnungs­report-Autor Ulrich Schwabe stellt fest, dass das Ver­ordnungs­profil der neuein­geführten Wirkstoffe „eine auffällige Relation zum Zusatz­nutzen der frühen Nutzen­bewertung erkennen“ lässt, gleichwohl aber mengenmäßig in erheblichem Umfang auch Arznei­mittel ohne Zusatz­nutzen verordnet werden. Beide Werke stellen fest, dass sich hinsichtlich des Regress­risikos für Ärzte so gut wie nichts geändert hat.

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