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IMPLICONplus 02 2015:
Ambulante spezialfachärztliche Versorgung: Brücke oder neue Säule? von Günter Neubauer

Textauszug:

In Deutschland wird seit einem halben Jahrhundert die getrennte Versorgung zwischen ambulanten und stationären Einrichtungen beklagt. Es gab immer wieder neue Versuche und Anläufe, diese Trennung zu verbinden. Auch die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) ist einer dieser Versuche. Allerdings bezieht sich die ASV auf sehr spezielle Indikationsgebiete, so dass ihr unter diesem Gesichtspunkt eine besondere Bedeutung zukommt und bessere Chancen zugeordnet werden können. Eine wichtige Rolle wird dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zugeordnet, der damit weiter an Bedeutung gewinnt. Die ASV bedarf aber unbedingt auch einer Evaluation bezüglich der Verbesserung der Versorgungsqualität aus Sicht der Patienten sowie der Versorgungswirtschaftlichkeit aus Sicht der GKV und der Beitragszahler. Ein solches Evaluationsgebot ist bislang im Gesetzentwurf des Versorgungsstärkungsgesetzes nicht enthalten und bedarf einer entsprechenden Ergänzung. Schließlich fehlt aus unserer Sicht auch die verbindliche Kooperation zwischen Krankenhaus und Vertragsärzten. Insgesamt ist die derzeitige Regelung der ASV stark auf die Interessen der Leistungserbringer und Krankenkassen und wenig aus dem Gesichtspunkt des Patientennutzens ausgerichtet. Wir sehen dies hier auch als einen Niederschlag der Struktur des G-BA.



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