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IMPLICON 03 2015:
Die Mär vom Operations-„Weltmeister“ – Ergebnisse einer Altersadjustierung der Daten zum OECD-Ranking

Textauszug:
Die Deutschen bezahlen einen Mercedes, bekommen aber nur einen Volkswagen – diese populistische Metapher basiert auf internationalen Ausgaben­ver­glei­chen der OECD für die Gesundheitssysteme und besagt: Die Deutschen bezahlen zu viel für die Medizin, die sie bekommen. Unterfüttert wird dies durch Mengenvergleiche, insbesondere bei operativen Eingriffen. Fehlanreize und Überkapazitäten seien die Ursachen dafür, dass Deutschland bei etlichen Interventionen einen Welt-Spitzenplatz einnehme – auch dies gestützt auf Daten der OECD. Tatsächlich ändert sich das Ranking der OECD beträchtlich, wenn die Altersstruktur der deutschen Bevölkerung im Vergleich zu der anderer Länder durch eine entsprechende Adjustierung berücksichtigt wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine jüngst veröffentlichte Studie des Wissenschaftlichen Instituts der Privaten Krankenversicherung (WIP): „Eine Übertreibung im System oder eine Überversorgung im Vergleich zu anderen Ländern lässt sich mit den altersadjustierten OECD-Daten nicht mehr nachweisen.“

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