<< zurück zur Übersicht


IMPLICONplus 04 2015:
Frühe Nutzenbewertung: eine kritische Bilanz – von Helmut Laschet

Textauszug:
Die frühe Nutzenbewertung sollte die Spreu vom Weizen trennen und innovativen Arzneimitteln mit einem patientenrelevanten Zusatznutzen schneller den Weg in die Versorgung ebnen. Der vor kurzem erschienene AMNOG-Report 2015, eine hoch differenzierte Analyse des Gesundheits-Sachverständigen Professor Wolfgang Greiner und seines Mitarbeiters Julian Witte im Auftrag und mit Daten der DAK Gesundheit, zeigen jedoch ein diffuses Bild: Wider die Erwartungen verzeichnen Arzneimittel­innovationen mit einem ausgeprägten Zusatznutzen keine bessere Marktdurchdringung als Medikamente mit geringem oder gar keinem Zusatznutzen. Ursächlich dafür können die hohe Komplexität der Ergebnisse der Nutzenbewertung sein und die Tatsache, dass sich aus Sicht der Vertragsärzte entgegen ihren Erwartungen an ihrem Regress­risiko durch das AMNOG nichts geändert hat. Darauf deutet auch eine Untersuchung des Wissenschaftlichen Instituts der PKV hin, wonach der Marktanteil positiv bewerteter Arzneimittel­innovationen in der PKV deutlich höher ist als in der GKV, und zwar abgestuft nach dem Ausmaß des Zusatznutzens.

Dieses PDF steht registrierten Abonnenten zum Download zur Verfügung.