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IMPLICON 04 2015:
„Etwas mehr und doch zu wenig“ – Eine Analyse der Ärztestatistik der Bundesärztekammer

Textauszug:
Erneut ist die Zahl der bei den Ärztekammern gemeldeten berufstätigen Ärzte gestiegen: um 2,2 Prozent auf 365.247 zum 31. Dezember 2014. „Etwas mehr und doch zu wenig“ – so bewertet der Präsident der Bundesärztekammer, Pro­fes­sor Frank Ulrich Montgomery, die Entwicklung. Das leichte Plus reiche bei weitem nicht aus, um die Lücken in der medizinischen Versorgung zu schließen, die sich aus einer Reihe von gesellschaftlichen Entwicklungen ergäben. Der GKV-Spitzenverband sieht das anders und kann keinen Ärzte­man­gel entdecken. Das tatsächliche Bild ist weitaus differenzierter: Der Zuwachs an Ärzten stammt zu einem erheblichen Teil aus einem positiven Zu­wan­de­rungs­saldo. Ferner nimmt der Anteil der jüngeren Ärzte seit Jahren kon­ti­nuierlich zu. Ebenso steigt der Frauenanteil. In jedem Bundesland, auch im Osten, ist die Arztdichte gewachsen. Aber es gibt fach­gruppen­­spezifische Un­gleich­gewichte: Vor allem die Überalterung der Allge­mein­ärzte – hier sind mit 32 Prozent doppelt so viele Mediziner über 60 wie im Durchschnitt der Ärzte­schaft – gibt Anlass zur Sorge, zumal die Zahl der Facharzt­anerkennungen in der All­gemein­medizin kaum steigt.

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