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IMPLICON 06 2015:
GKV-VSG in der letzten Beratungsrunde – Noch mehr Druck auf die Selbstverwaltung

Textauszug:
Ein Konvolut von 40 Änderungsanträgen haben die Gesundheitspolitiker der Koalitionsfraktionen zum GKV-Versorgungsstärkungs-Gesetz (VSG) erarbeitet. Die Tendenz ist klar: Das Misstrauen in die Selbstverwaltung von Ärzten und Krankenkassen ist groß – eine Ausnahme bildet dabei der Gemeinsame Bundes­aus­schuss und insbesondere dessen Führungsspitze, die drei unparteiischen Vorsitzenden. Deren Kompetenz wird gestärkt, sie werden zum eigentlichen Top-Management des GKV-Systems, vor allem dann, wenn Ärzte und Kranken­kassen ihren Job nicht machen. In einem Punkt haben allerdings auch die Ärzte zumindest im Ansatz eine wichtige Forderung durchsetzen können: Neben der allgemeinmedizinischen Weiterbildung sollen nun auch 1.000 Weiter­bildungs­stellen für grundversorgende Facharztdisziplinen gefördert werden. Damit wird ein Petitum der KBV und des Deutschen Ärztetages erfüllt. Ansonsten liest sich der Gesetzentwurf auch in seiner weiter entwickelten Variante wie ein einziges Misstrauensvotum gegen die vertragsärztliche Selbstverwaltung.

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