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IMPLICON 12 2015:
Schrumpfkurs für die Medizin – Auswirkungen der Finanzkrise auf die Gesundheitsausgaben der OECD-Staaten

Textauszug:
Die Wirtschafts- und Finanzkrise von 2007/2008 hat mit einer Verzögerung von ein bis zwei Jahren insbesondere in den OECD-Ländern der Europäischen Union tiefe und dauernde Einschnitte in die Gesundheitsversorgung verursacht. Zwar hatte sich das Wachstum der Gesundheitsausgaben von gut fünf Prozent im Jahr 2001 bis zum Ende des Jahrzehnts von gut fünf auf drei Prozent vermindert, so schrumpften die Gesundheitsausgaben in den OECD-Ländern der EU seit 2010 jährlich um ein Prozent und erreichten erst 2013 wieder die Null-Linie. Den härtesten Sparkurs fuhren Länder wie Griechenland, Irland, Spanien und Portugal, deren Wirtschaft (auch aus strukturellen Gründen) am meisten in Mitleidenschaft gezogen wurden. Als außergewöhnlich robust erwies sich das deutsche Gesundheitswesen, nicht zuletzt auch als Folge einer Reihe der Agenda 2010-Reformen im Sozialsystem.

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