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IMPLICON 04 2016:
Teurer Service, kleiner Nutzen – Erste Erfahrungen mit den Terminservicestellen

Textauszug:
Zwei Monate nach dem Start der gesetzlich vorgeschriebenen Termin­service­stel­len der Kassenärztlichen Vereinigungen erweist sich, dass Kassenpatienten in Deutschland kein ernsthaftes Problem haben, in medizinisch dringenden Fällen einen rechtzeitigen Zugang zur fachärztlichen Versorgung zu be­kom­men. Bis Anfang März zählte die Kassenärztliche Bundesvereinigung bei jenen zwölf KVen, die das Web-Tool der KBV-Telematik verwenden, rund 8.500 vermittelte Termine. Hochgerechnet auf alle KVen geht man von 12.000 ver­mit­tel­ten Patienten aus. Nach allem, was sich abzeichnet, ist der Gesetz­geber wahrscheinlich einer von Publikumsmedien gern aufgegriffenen und von den gesetzlichen Krankenkassen inszenierten Kampagne über eine angeb­liche Benach­teili­gung von Kassen- im Vergleich zu Privatpatienten bei der Erreich­bar­keit von Fachärzten aufgesessen. Ernsthafte Probleme beim Wechsel der Versor­gungs­ebenen – insbesondere von der stationären in die ambulante Versor­gung bei schwerer Erkrankung – werden so allerdings nicht gelöst.

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