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IMPLICON 02 2011:
Moderne Radiologie in der Bewertungsfalle - Die Folgen der Ungleichgewichte von GOÄ und EBM

Textauszug:
Deutschland gehört im internationalen Vergleich zur Spitzengruppe jener Länder, die seiner Bevölkerung flächendeckend ohne größere Wartezeiten Zugang zu modernen bildgebenden Diagnoseverfahren ermöglichen. Eingehend hat sich damit der jüngst publizierte Barmer-GEK „Arztreport 2011“ befasst. Mit 97 MRT-Untersuchungen auf 1000 Einwohner liegt Deutschland danach an der Weltspitze. Dennoch lässt der Report viele Fragen offen. Abgesehen von etlichen Unschärfen analysiert der Report nicht die medizinischen Ursachen des stetigen Anstiegs insbesondere der MRT-Untersuchungen von jährlich gut sechs Prozent, er geht nicht auf die Wechselbeziehungen zwischen stationärer und ambulanter Medizin ein, und er thematisiert nicht die Vergütungsproblematik in der vertragsärztlichen Versorgung im Vergleich zur GOÄ-finanzierten Medizin. Perspektivisch ist daher durchaus die Frage zu stellen, ob unter den gegebenen Bedingungen der Bevölkerung in Deutschland auch in Zukunft ein klassenloser Zugang zu bildgebenden diagnostischen Verfahren mit einem modernen Gerätepark garantiert sein wird.

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