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IMPLICON 11 2016:
Bedarfsplanung und Bürgerpräferenzen – Viele Widersprüche

Textauszug:
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den gesetzlichen Auftrag, die ver­trags­ärztliche Bedarfsplanung neu auszurichten. Aller Voraussicht nach wird sich dies bis 2018 verzögern, weil zuvor ein umfassendes Gutachten zur komplexen Rege­lungs­materie erstellt werden soll. Nun hat die Bertelsmann-Stiftung im Rahmen des Projekts Gesundheitsmonitor die Präferenzen der Bevölkerung ermittelt. Danach ist schon jetzt, vor allem in ländlichen Regionen, Ärztemangel spürbar, und zwar bei einigen Facharztdisziplinen stärker als bei Hausärzten. Überraschend ist, dass die Bürger bereit sind, relativ weite Anfahrwege zum Arzt ihres Vertrauens in Kauf zu nehmen, auch bei der Inanspruchnahme von Hausärzten. Dabei kommt es wesentlich auf die Person des Arztes an – und das korrespondiert wiederum mit großer Skepsis zu alternativen Ver­sor­gungs­formen wie Telemedizin, Videokonferenzen, mobilen Praxen oder Fahrdiensten.

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