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IMPLICONplus 11 2016:
Sicherung der hausärztlichen Versorgung auf dem Land – von Caroline Jebousek und Martin Albrecht

Textauszug:

Das altersbedingte Ausscheiden jedes fünfen Hausarztes in den kommenden 15 Jahren wird vor allem auf dem Land den Ärztemangel weiter verschärfen, denn infolge einer zunehmenden „Urbanisierung“ bleiben überwiegend die Älteren in den ländlichen Regionen zurück.1 Die Gesamtzahl der Einwohner sinkt zwar ten­den­ziell, aber der alterungsbedingte Anstieg des Versorgungsbedarfs ist dort besonders ausgeprägt. Gleichzeitig haben es die Hausärzte mit wenig(er) mobi­len Patienten in dünn besiedelten Regionen zu tun, d. h. Ärzte und Patienten müssen in der Regel unter schlechteren infrastrukturellen Voraussetzungen und über größere räumliche Distanzen zusammen finden. Immer weniger Nach­wuchs­medi­ziner/-innen sind bereit, als „Landärzte“ unter den damit übli­cher­weise assoziierten Bedingungen – hausärztliche Einzelpraxis, lange Wo­chen­ar­beits­zeiten, viele Hausbesuche – tätig zu werden. Hinzu kommt, dass natür­lich auch junge Ärzte und ihre Angehörigen das urbane Leben bevorzugen. Die haus­ärztliche Versorgung in ländlichen Gegenden steht entsprechend vor großen Herausforderungen.

 

1 Vgl. auch Albring M: Hausärztemangel: Bisher kaum Land in Sicht, IMPLICONplus, 10/2016.



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