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IMPLICONplus 05 2017:
Woran scheitert die ambulante spezialärztliche Versorgung? Ein Hilferuf für die Sektorenüberwindung – von Axel Munte und Sarah Wildenhain

Textauszug:
Der Gesetzgeber hat mit der Einführung der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) den Grundstein für eine erfolgversprechende sektoren­über­grei­fende und interdisziplinäre Versorgungsform gelegt. Fünf Jahre nach der Einführung der ASV gibt es jetzt sechs umgesetzte Krankheitsbilder und knapp siebzig berechtigte Teams. Trotzdem hagelt es von allen Seiten Kritik, die Umsetzung geht nur langsam voran und die ASV wird als „Büro­kra­tie­mons­ter“ verschrien. Ist dies berechtigt oder ist die ASV der Versor­gungs­sek­tor der Zukunft? Auf einem Symposium des Bundesverbandes ASV (BV ASV) im Februar 2017 wurden Kritikpunkte, Wünsche und Erfolge thema­ti­siert. Persönliche Erfahrungen von ASV-Teams zeigten, dass die Ziele der ASV, also eine interdisziplinäre und sektorenübergreifende Versorgung, nach und nach umgesetzt werden. Zu viele Hürden verlangsamen jedoch die Etablie­rung der ASV. Größtenteils ist es der Gesetzgeber bzw. der Gemein­same Bun­des­aus­schuss (G-BA), die gefordert wären, Anpassungen am Regel­werk vor­zu­neh­men. Dort, wo die ASV bereits funktioniert, wird jedoch deutlich, dass sie schon mittelfristig das Potential dazu hat, als dritter großer Versor­gungs­sek­tor neben dem KV-System und den Krankenhäusern Patienten mit kom­ple­xen oder selte­nen Erkrankungen flächendeckend zu versorgen.

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