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IMPLICON 04 2018:
Deutsche Hygienepolitik – Dissoziation zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Textauszug:
Im Kampf gegen nosokomiale Infektionen und multiresistente Erreger sind in Deutsch­land erste Erfolge sichtbar. Die Risiken durch Antibiotikaresistenzen und die Notwendigkeit verstärkter Anstrengungen in der Hygiene von Krankenhäusern und Pflege­heimen, aber auch eine internationale Strategie gegen Infektionskrankheiten haben in der letzten Legis­la­tur­periode einen hohen politischen Stellenwert bekom­men, so das Resümee der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) auf ihrem 14. Jahres­kon­gress Mitte März in Berlin. Gleichwohl verbleiben gra­vie­ren­de strukturelle Schwächen in Deutsch­land, die zu bewältigen noch lange eine Heraus­for­derung ist: die Ertüchtigung des öffent­lichen Gesundheitsdienstes, der Wie­der­auf­bau von Forschungs- und Lehr­kapa­zi­tä­ten an den medizinischen Fakul­tä­ten, unzulängliche bauliche Infrastruktur in Kran­ken­häu­sern, die gravierenden Perso­nal­nöte in der Krankenhaus- und Heimpflege sowie die Kompe­tenz­ver­mitt­lung für eine hygienische Grundversorgung in der ambulanten Pflege. Trotz eines gestie­ge­nen Hygienebewusstseins weist Deutschland im interna­tio­nalen Ver­gleich teil­weise noch erhebliche Rückstände auf.

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