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IMPLICONplus 04 2018:
Krankenhauslandschaft in Deutschland bis zum Jahr 2030 – von Günter Neubauer

Textauszug:

Die Gesundheitsreformen der letzten Regierungen haben immer auch die Krankenhäuser in den Mittelpunkt gestellt. Seit den 90er-Jahren des letzten Jahrtausends ist ein stetes Bemühen festzustellen, die deutschen Krankenhäuser wirtschaftlicher und bedarfs­ge­rech­ter auszurichten. Diesem Ziel steht vor allem die Forderung der Kommunen gegenüber, eine flächendeckende Versorgung aufrecht zu erhalten, auch wenn dies mit kleinen Kran­ken­häusern geschieht, die sich betriebswirtschaftlich nicht rechnen.

Gleichwohl befindet sich die deutsche Krankenhauslandschaft auf einem Verände­rungs­pfad, der durch Spezialisierung und Zentralisierung gekennzeichnet ist. Allerdings er­fol­gen diese Veränderungen relativ langsam, da einerseits Investitionsmittel fehlen und zum anderen das Vergütungssystem die tagesklinische Versorgung gegenüber der statio­nä­ren diskriminiert. Noch immer werden in Deutschland Patienten hospitalisiert, die in ande­ren Ländern ambulant bzw. tagesklinisch versorgt werden.

Bis zum Jahr 2030 erwarten wir, dass die stationäre Überversorgung durch eine ver­stärkte tages­klinische Versorgung reduziert wird. Die Digitalisierung der Gesundheits­ver­sor­gung und der sich abzeichnende Fachkräftemangel werden diese Entwicklung unterstützen.



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