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IMPLICONplus 01 2019:
USA – Hoffnung auf die Jungbrunnen-Tablette – von Manfred Albring

Textauszug:
Altersbedingte Erkrankungen sind die Hauptursachen für Tod und Gesundheitskosten. Eine Reduzierung der Alterungsrate hätte enorme medizinische und finanzielle Vorteile. Eine Vielzahl von Genen und Stoffwechselkaskaden ist dafür bekannt, das Altern in Modell­orga­nismen zu regulieren. So ist eine neue Generation von Anti-Aging-Firmen und Startups entstanden, die sich der Suche nach Ansätzen zur Lebensverlängerung beim Menschen verschrieben haben. Von der Arzneimittelentwicklung, Erforschung von Lang­lebig­keits­genen über Big-Data-Methoden bis hin zu Direct-to-Consumer-Strategien. Zu den Heraus­forde­rungen und Fallstricken der Kommerzialisierung gehören die Abhängigkeit von den Auswertungen kurzlebiger Modellorganismen, ein bisher noch unzureichendes zell­bio­lo­gi­sches Verständnis des Alterns und die Schwierigkeiten bei der Planung und Durch­führung klinischer Studien zum Prozess des Alterns. Inzwischen gibt es eine große Anzahl poten­ziell alters­bedingter Interventionen und Zielgrößen, aber angesichts der langen Validie­rungs­zeiten kann nur ein kleiner Teil für klinische Anwendungen untersucht werden. An dieser Stelle soll versucht werden, einen Überblick über die verschiedenen Forschungsansätze zu geben, wie der Ausbruch altersbedingter Krankheiten verzögert werden kann und wie groß die Reali­sierungs­wahr­schein­lichkeiten dafür eingeschätzt werden.

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