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IMPLICON 06 2019:
Grenzen des Wachstums – Daten zur gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung 2018

Textauszug:
Mit fast 370 Milliarden Euro trägt die Gesundheitswirtschaft zwölf Prozent zum Brut­to­in­lands­produkt bei und gibt 7,6 Millionen Menschen Arbeit. Doch zuletzt deuten sich auch Grenzen des Wachstums an, wie aus der Gesamtrechnung des Bun­des­wirt­schafts­ministeriums hervorgeht: Fachkräfte scheinen zum Eng­pass­fak­tor zu werden. Das gilt in jedem Fall für den Pflegesektor, wo aktuell 30.000 bis 40.000 Stellen nicht besetzt werden können, aber auch für die ärztliche Ver­sor­gung bei einem zunehmenden Anteil angestellter Ärzte in der ambulanten Medizin, von denen ein immer größerer Teil in Teilzeit arbeitet. Um so wichtiger ist die Rolle der indus­triel­len Gesundheitswirtschaft, deren Bruttowertschöpfung in den ver­gan­ge­nen Jahren etwas weniger dynamisch wuchs als in der gesamten Gesund­heits­wirt­schaft. Mit ihrer ausgeprägten Forschungsintensität und mit Innovationen im Arz­nei- und Medizin­technik­sektor ist sie ein Hoffnungsträger auch für lang­fris­tige Ein­spa­run­gen im Gesundheitswesen: durch Arzneimittel, die Heilung schwerer und kos­ten­träch­tiger Krankheiten wie Hepatitis C ermöglichen, aber auch einen arbeits­spa­ren­den technischen Fortschritt in die Branche tragen. Noch nicht absehbar ist das Potenzial der im Gesundheitswesen nach wie vor unterentwickelten Digi­tal­indus­trie. Der industriellen Gesundheitswirtschaft hat die diesjährige Publi­ka­tion des Bundes­wirt­schafts­ministeriums ein Sonderthema gewidmet.

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