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IMPLICON 09 2011:
Frühe Nutzenbewertung – eine Zwischenbilanz

Textauszug:
Erste Zwischenergebnisse der frühen Nutzenbewertung, die durch das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) Anfang 2011 eingeführt worden ist, deuten darauf hin, dass künftig nicht jedes neue Arzneimittel für den deutschen Markt zur Verfügung gestellt wird. Vertreter aller Beteiligten – der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) – geben dies inzwischen offen zu. Für G-BA-Chef Dr. Rainer Hess ist die frühe Nutzenbewertung ein adäquates Instrument, um zu verhindern, dass sich eine (hochpreisige) Innovation in Deutschland etablieren kann, bevor deren Vorteilhaftigkeit mit hinreichender Sicherheit geklärt ist. Auch das Bundesgesundheitsministerium argumentiert primär ökonomisch: Fehlender Wettbewerb unter patentgeschützten Arzneimitteln sei ursächlich für ein im internationalen Vergleich hohes Preisniveau. Für die forschende pharmazeutische Industrie hat in Deutschland eine neue Ära begonnen: Der Markteinstieg ist so reglementiert, dass es sich lohnen kann, bis auf Weiteres den größten europäischen Markt nicht zu bedienen.

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