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IMPLICON 04 2010:
Wie viel Ärzte braucht das Land? - Chancen und Grenzen für eine bessere Bedarfsplanung

Textauszug:
Binnen weniger Jahre ist es der Ärzteschaft gelungen, aus dem Risiko einer Ärzteschwemme mit teurer Überversorgung umzuschwenken auf einen angeblich bedrohlichen Mangel an Medizinern in der Patientenversorgung. Politisch im Gespräch ist eine Erhöhung der Ausbildungskapazitäten an den Universitäten, Stipendien für Nachwuchsmediziner, die sich verpflichten, künftig als Landarzt zu arbeiten, bis hin zu einer grundlegend veränderten Bedarfsplanung. Dafür plädiert die KBV. Sie hat ein Konzept einer extrem kleinräumigen Bedarfsplanung entwickelt, mit dem auch die aufgrund lokaler Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur zukünftige Morbiditätsentwicklungen berücksichtigt werden können. Eine Steuerung über Honoraranreize lehnt die KBV hingegen ab – angesichts der ausgeprägten Immobilität von Ärzten wäre dieses Instrument ineffektiv und somit viel zu teuer. Überlegt wird hingegen, ob KVen in überversorgten Gebieten gezielt Arztsitze aufkaufen können, um auf diese Weise eine räumlich gleichmäßigere Verteilung der Vertragsärzte zu bewirken.

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