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IMPLICON 02 2009:
Die Telemedizin aus der rechtlichen Perspektive - Vorschläge zum Abbau rechtlicher Hürden - von Peer-Ulrich Voigt

Textauszug:
Die Gesundheitswirtschaft ist gerade auch in der Finanzkrise ein wichtiger Erfolgsfaktor für die deutsche Volkswirtschaft. Weil die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen weiter steigt, hat diese Zukunftsbranche auch das Potential zum Wachstums- und Arbeitsplatzmotor. Diese Prognose wird sich allerdings nur erfüllen, wenn insbesondere der Einsatz moderner Technik in der Medizin und der Telematik zukünftig nicht weiter durch rechtliche Einschränkungen behindert wird. So schafft die Telemedizin gerade für Patienten außerhalb der Ballungsgebiete, fernab der medizinischen Kompetenzzentren, viele Vorteile und darüber hinaus milliardenschwere Einsparpotenziale. Doch rechtliche Einschränkungen, insbesondere des Berufs- und Standesrechts sowie des Datenschutzes, lassen den zeitgemäßen Einsatz nur schleppend voranschreiten. Ein besonderes Problem stellt hierbei regelmäßig das Verbot der „ausschließlichen Fernbehandlung“ d.h. eine Behandlung ohne gleichzeitigen Arzt-/Patientenkontakt dar. Soll zukünftig eine erfolgreiche Verbreitung telemedizinischer Lösung erreicht werden, müssen selbstverständlich auch Datenschutz und ärztliche Schweigepflicht dem medizinischen Fortschritt angepasst werden. Wie eine Anpassung der einzelnen rechtlichen Vorschriften thematisch übergreifend juristisch gelöst werden kann, um eine reibungslose Integration telemedizinischer Arbeitsweisen im Interesse der Patienten zu gewährleisten und dabei gleichzeitig dem medizinischen Fortschritt und einer qualitativ hochwertigen Versorgung nicht im Wege stehen war Gegenstand einer Diskussion zu der die INITIATIVE GESUNDHEITSWIRTSCHAFT (IGW) Ende Januar 2009 in Berlin eingeladen hatte.

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