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IMPLICON 03 2008:
Vergütungsreform für die Ärzte – der Drahtseilakt

Textauszug:
Die Neuordnung der ärztlichen Vergütung gerät zu einem der schwierigsten und risikoreichsten Projekte der Gesundheitsreform. Während die Krankenkassen sorgsam darauf achten, dass die Abkoppelung der Honorarentwicklung vom Grundlohnzuwachs nicht zu unkalkulierbaren Kostensteigerungen führt, müssen Kassenärztliche Vereinigungen und auch die betroffenen Ärzte mit schwer voraussehbaren Umverteilungen rechnen. Selbst ein globaler Zuwachs der Honorare zwischen zwei und drei Milliarden Euro – das wäre zwischen acht und 13 Prozent – garantiert nicht, dass es nicht doch regional, bei einzelnen Arztgruppen und Ärzten Verlierer gibt. Der zudem auch technisch anspruchsvolle Reformprozess trifft das KV-System in einem Schwächezustand. In höchst eigenem Interesse fördert das Bundesgesundheitssministerium die Reform – durch aktive Mitarbeit. Die Koalition ist bei den Ärzten im Wort, ihnen ein kalkulierbares und auch besseres Honorar zu verschaffen. Ein Misslingen würde unmittelbar vor der Bundestagswahl offenkundig und würde beiden Volksparteien schaden.

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