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IMPLICON 08 2008:
Die Honorarreform - ein Meilenstein für die Ärzte

Textauszug:
Einer der schwierigsten und umstrittensten Teile der Gesundheitsreform, die Neuordnung der vertragsärztlichen Vergütung, ist auf der Bundesebene beschlossen. Für die Vertragsärzte ist es ein Meilenstein: nicht nur die Höhe des Honorarzuwachses von 2,7 Milliarden Euro oder gut zehn Prozent ist historisch einmalig – auch die Umstellung auf eine morbiditätsorientierte Weiterentwicklung der Vergütungen in Zukunft bedeutet einen Paradigmenwechsel für Ärzte und Krankenkassen. Der Beschluss im Erweiterten Bewertungsausschuss wurde mehrheitlich durch die Stimmen von KBV und dem neutralen Vorsitzenden Professor Jürgen Wasem gegen das Votum der Krankenkassen gefasst. Zusammen mit der Reform der Krankenhausfinanzierung und dem im Gesundheitsfonds ab 2009 abzuwickelnden morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich erhält das deutsche Gesundheitswesen insgesamt eine völlig neue Finanzierungssystematik, die auf eine alternde, von zusätzlicher Morbidität belasteten Gesellschaft abgestellt ist. Diese Abkehr von der seit Ende der 70er Jahre geltenden einnahmenorientierten Ausgabenpolitik belastet auf jeden Fall die Beitragszahler – allein die Honorarreform der Ärzte schlägt mit 0,27 Beitragssatzpunkten durch.

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