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IMPLICON 06 2013:
"Liberale" Arzneimittelpolitik – eine Bilanz

Textauszug:
Keine Regierung wie die seit 2009 amtierende Koalition aus CDU/CSU und FDP hat so nachhaltig regulierend in die Arzneimittelversorgung eingegriffen: durch eine Kombination aus Preismoratorium und auf 16 Prozent erhöhten gesetzlichen Rabatt seit dem August 2010 und der Einführung der frühen Nutzenbewertung ab Anfang 2011, der nun aktuell der Aufruf des Bestandsmarktes patentgeschützter Arzneimittel folgen wird. Die beiden verantwortlichen Minister Philipp Rösler und Daniel Bahr (FDP) haben es verstanden, das Konzept der frühen Nutzenbewertung als marktwirtschaftlich kompatibles Instrument zu verkaufen. Eine kritische Analyse erfolgt bislang – selbstverständlich – durch die betroffene Industrie und ansonsten nur durch wenige Insider. Dazu zählt neuerdings auch Franz Knieps, bis Herbst 2009 Leiter der Abteilung Krankenversicherung und Gesundheitsversorgung im Bundesgesundheitsministerium und ab dem 1. Juli 2013 hauptamtlicher Vorstand des neuen BKK-Dachverbandes. In dieser Ausgabe von Implicon sollen die wesentlichen Wirkungen der Arzneimittelpolitik seit 2009 zusammengefasst und auch unter wettbewerbs-, ordnungs- und industriepolitischen Aspekten bewertet werden.

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