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IMPLICON 01 2006:
Individuelle Gesundheitsleistungen

Textauszug:
Auf mehr als eine Milliarde Euro wird inzwischen der Honorarumsatz niedergelassener Ärzte mit Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) geschätzt. Mit knapp fünf Prozent des Kassenumsatzes ist dies zwar noch wenig – aber die Dynamik des IGeL-Marktes mit einem Wachstum von rund 15 Prozent liegt deutlich über dem Wachstum der Honorare für die Behandlung von privatversicherten Patienten und erst recht über dem nahezu stagnierenden GKV-Markt. Tatsache ist: Etwa ein Fünftel der niedergelassenen Ärzte (überdies auch Kliniken, darunter etliche Unikliniken) engagieren sich aktiv im IGeL-Markt, der höchst differenzierte Angebote bis hin zur Luxus-und Wellness-Medizin anbietet und damit offenbar wachsende und sehr unterschiedliche Bedürfnisse der Bevölkerung nach medizinischen Leistungen im weitesten Sinn befriedigt. Sozialpolitiker und Krankenkassen beobachten die Entwicklung mit Argusaugen, weil sie unterstellen, nahezu jegliche Medizin jenseits des Kassensystems sei zweifelhaft und unnötig. Die Haltung der Bundesärztekammer in der Auseinandersetzung ist eher ambivalent: Man sieht die Notwendigkeit, sich mit dem IGeL-Markt auseinanderzusetzen, spürt aber in den offiziellen Publikationen eine Attitüde, die von tiefer Distanz gekennzeichnet ist...

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