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IMPLICON 02 2006:
Kostendämpfung bei Arzneimitteln: Das Versagen einer interventionistischen Politik

Textauszug:
Gut zwei Jahre nach der letzten großen Gesundheitsreform zeigt sich: Das Finanztableau, das dieser Reform zugrunde lag, ist Makulatur. Nur im ersten Jahr nach der Reform wurden die geplanten Ausgabensenkungen – rund neun Milliarden Euro – erreicht. Ende 2005 weist die GKV-Bilanz nur noch einen mageren Überschuss von etwa 1,7 Milliarden Euro aus, zu wenig, um die Restschulden der Kassen zu tilgen. Ein wesentlicher Grund: Bei stagnierenden Einnahmen gelingt es entgegen den Erwartungen nicht, die Arzneimittelausgaben beitragssatzneutral zu managen, obgleich dafür eine Vielzahl von Instrumenten zur Verfügung steht. Der wesentliche Grund dafür ist, dass nahezu alle Instrumente zur Kostensteuerung im Zeitablauf stumpf geworden sind. Zwei Auswege zeichnen sich ab: eine sehr frühe zentrale Nutzenbewertung bereits zum Zeitpunkt der Markteinführung eines Arzneimittels, mit der der Bundesausschuss wirksam die Innovationskomponente als Wachstumsdeterminante minimieren könnte; zweitens zusätzlich – oder eventuell auch als Ersatz – zu den Festbeträgen direkte Rabatt- oder Preisverhandlungen zwischen Herstellern und Krankenkassen als dezentrales und marktwirtschaftliches Steuerungselement...

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