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IMPLICON 06 2006:
Die Vertragswerkstatt der KBV – Versorgungsangebote ohne Resonanz

Textauszug:
Not macht erfinderisch. Nach mehr als 13 Jahren gesetzlicher Budgetierung der vertragsärztlichen Vergütung, einem nur marginalen Wachstum der Honorarsumme und gesetzlich verordneten Mittelabflüssen zur Finanzierung der Integrationsversorgung hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) Anfang 2005 eine Vertragswerkstatt eingerichtet. Ihre Aufgabe ist es, auf der Basis von Paragraph 73c SGB V passgerechte Versorgungsangebote für spezielle Herausforderungen in der ambulanten medizinischen Versorgung zu entwickeln und mit den Krankenkassen dazu entsprechende Verträge zu vereinbaren, denen besonders qualifizierte Ärzte beitreten können. Das Konzept resultiert auch aus einer neuen Qualitätsstrategie der KBV: Jenseits der für alle niedergelassenen Ärzte geltenden Kollektivverträge soll mit Spezialangeboten engagierten und über das Durchschnittsmaß hinaus qualifizierten Ärzten neue Liquidität erschlossen werden. Mit dieser Ausdifferenzierung ihres Angebots, so das Kalkül der KBV, sichern die vertragsärztlichen Körperschaften politisch ihre Existenz ab. Eine erste Bilanz fällt allerdings ernüchternd aus; denn keines der bislang entwickelten fünf Vertragsmodelle haben bei den Krankenkassen und ihren Verbänden Resonanz gefunden...

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