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IMPLICON 06 2005:
Ärzte ohne Grenzen

Textauszug:
Eine Woche Streik an der Berliner Charité und vielen anderen Universitätskliniken, drohender Ausstand der Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern, Praxisschließungen in den Wochen vor Weihnachten in Brandenburg, Ärzteprotest in Stuttgart und Hessen – die Ärzte an der Basis lassen die Muskeln spielen. Die Medien sprechen längst nicht mehr von den „Halbgöttern in Weiß“, deren Geschäft die „Beutelschneiderei“ ist – die aktuellen Schlagzeilen zeigen Verständnis bis Sympathie für den Protest der Mediziner. Der Markt der Ärzte kippt – von der Schwemme zur Knappheit, wenn auch erst punktuell. Was in der veröffentlichten Meinung seit einiger Zeit sensibel wahrgenommnen wird, dass nämlich ein Gutteil der Ärzte – Niedergelassene wie Klinikmediziner – regelrecht ausgebeutet wird, ist in der Politik noch nicht angekommen. Auf nahezu allen Feldern – Arbeitszeitrecht, Einheitshonorar, Arzneimalus – hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt eine Front gegen die Ärzte eröffnet. Das politische Signal für den Markt bedeutet, dass Ärzte künftig knapper werden, die Macht der Ärzte aber wächst...

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