<< zurück zur Übersicht


IMPLICONplus 01 2012:
Visusverbesserung bei Maculaödem Fehlentwicklung im Ablauf - von Jürgen Bausch

Textauszug:
Begonnen hat alles mit der Entdeckung der VEGF-Inhibitoren mit ihrem neoangiogenesehemmenden und entzündungsbremsenden Effekt bei der feuchten Maculadegeneration. Ranibizumab und Bevacizumab, Biologicals, die wie Bruder und Schwester sich ähnlich sind, wurden nach ihrer Entwicklung durch Konzernentscheidungen unterschiedlich vermarktet, obwohl beide das gleiche Wirkungspotential besitzen. Ranibizumab, in Deutschland Lucentis®, bekommt sein Einsatzgebiet weltweit im retinalen Bereich. Bevacizumab, Avastin®, schickt sich an, in der Onkologie als Angiogenesehemmer therapeutische Erfolge zu zeigen. Die Hersteller haben nicht die Absicht, eine Vermengung der Indikationsbereiche durch Zulassungsstudien zu belegen. Für Lucentis® wurde nur eine Darreichungsform entwickelt, die intravitreal eingesetzt werden kann. Es ist insoweit für die Onkologie ungeeignet. Und Avastin® ist lediglich zum intravenösen Zugang für den onkologischen Markt geprüft. Eine im Auge geprüfte Darreichungsform existiert nicht. Der Hersteller beabsichtigt dies auch nicht, da er generell in seiner Produktionspalette über keinerlei Erfahrungen in der Augenheilkunde verfügt.

Dieses PDF steht registrierten Abonnenten zum Download zur Verfügung.